# 10 - Informationsgespräch im Betrieblichen Eingliederungsmanagement

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Informationsgespräch im Betrieblichen Eingliederungsmanagement

Ein effektives Betriebliches Eingliederungsmanagement beginnt mit einem umfassenden Informationsgespräch für die BEM-Berechtigten und die anderweitig am BEM beteiligten Personen. Ein Informationsgespräch dient dazu, den betroffenen Personen Ängste, Skepsis und Misstrauen gegenüber einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement zu nehmen und Sie über Abläufe, Ziele und den umfassenden Datenschutz zu informieren. Somit trägt ein Informationsgespräch dazu bei, die Wahrscheinlichkeit für eine BEM-Zustimmung zu erhöhen und die allgemeine Beteiligungsquote zu steigern.

Ein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet einem Mitarbeiter, welcher innerhalb der letzten 12 Monate länger als 30 Tage zusammenhängend oder vereinzelt arbeitsunfähig erkrankt war, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten.

Welche Personen im BEM-Prozess involviert werden, ist abhängig von der betroffenen Person, dem Unternehmen, sowie der Betriebsvereinbarung. Im Rahmen des BEM-Verfahrens hat der betroffene Mitarbeiter die Möglichkeit zu entscheiden, welche Personen ihn innerhalb des BEM begleiten sollen und dürfen.

Entscheidet sich der betroffene Mitarbeiter für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, erfolgt nach dem Informationsgespräch die Einladung zum BEM-Gespräch. Hierbei hat der BEM-Berechtigte die Möglichkeit innerhalb von 1-2 Wochen zu entscheiden, ob er an diesem Verfahren teilnehmen möchte. Außerdem bietet dieser Zeitraum die Gelegenheit offene Fragen noch vor dem eigentlichen BEM-Gespräch zu klären.

Innerhalb des BEM-Gespräches geht es vornehmlich um den aktuellen Gesundheitszustand des betroffenen Mitarbeiters. Hierbei möchte die BEM-Zuständigkeit alle nötigen Informationen zum Gesundheitszustand des Mitarbeiters sammeln, um im darauffolgenden Schritt zielgerichtete Maßnahmen auswählen zu können.

Der Grund für eine oft sehr geringe Beteiligungsquote am BEM liegt häufig darin begründet, dass die Mitarbeiter das BEM als Kündigungsinstrument ansehen. Diese Sichtweise ist allerdings nicht zielführend. Vielmehr ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement als Kündigungsprophylaxe anzusehen. Es werden insbesondere Maßnahmen umgesetzt, welche das Ziel verfolgen, den jeweiligen Mitarbeiter vollständig in das Unternehmen wiedereinzugliedern und ihn eben nicht aus dem Unternehmen zu drängen.

Für Unternehmen liefert das Betriebliche Eingliederungsmanagement zahlreiche Vorteile. So kann ein gut umgesetztes BEM die Zahl der langzeiterkrankten Mitarbeiter nachhaltig senken und so Kosten in enormer Größe einsparen. Außerdem kann solch ein Verfahren die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen fördern. Des Weiteren wird es im Rahmen des Demografischen Wandels zukünftig immer wichtiger werden, seine angestammte Belegschaft gesund und leistungsfähig zu erhalten; dabei spielt das Betriebliche Eingliederungsmanagement eine bedeutende Rolle.



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