# 11 - Irrtümer im Bereich der Arbeitssicherheit

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Irrtümer im Bereich der Arbeitssicherheit

Der Schutz der Mitarbeiter und der Erhalt des “Human Kapitals” sollte für ein Unternehmen an erster Stelle stehen. Unternehmen setzen jedoch nur sporadisch Maßnahmen ein, um ihre Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefährdungen zu schützen. Des Weiteren herrscht häufig der Irrglaube, dass Mitarbeiter nur im Rahmen der körperlichen Faktoren gefährdet sind. Allerdings bilden die psychischen Faktoren ebenfalls ein hohes Potenzial für weitreichende Gefährdungen der Mitarbeiter.

Zu diesen Psychischen Gefährdungsfaktoren gehören beispielsweise dauerhafter Lärm, schwierige Lichtverhältnisse (zu dunkel, zu hell), falsche Farbgestaltungen am Arbeitsplatz oder auch der persönliche Umgang der Mitarbeiter untereinander.

Durch diese Fakten wird die Wichtigkeit einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung deutlich. Allerdings kann eine Psychische Gefährdungsbeurteilung nur dann nachhaltige Erfolge erzielen, wenn diese über die gesetzlichen Anforderungen hinaus umgesetzt wird. Somit ist eine weitreichende Analyse der Arbeitsplätze, die aktive Teilhabe der Mitarbeiter, sowie eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft zwischen der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt, unerlässlich.

Mitarbeiterbefragungen eignen sich im Rahmen einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung sehr gut, um weitreichende Informationen über Gefährdungen am Arbeitsplatz zu erhalten. Hierbei ist ein Mix aus einer qualitativen und quantitativen Befragung häufig der beste Weg, um zielführende Ergebnisse zu erhalten. Durch ein qualitatives Interview mit einem Betriebsexperten können die Hauptgefährdungen innerhalb eines Unternehmens festgestellt werden. Auf diesen Erkenntnissen kann im Anschluss eine zielgerichtete quantitative Mitarbeiterbefragung erstellt werden, da diese dann nur Fragen zu den gewonnenen Erkenntnissen beinhaltet und somit zusätzlich einen zeitsparenden Effekt mit sich bringt.

Durch die rasante Ausbreitung von psychischen Erkrankungen gewinnt die Psychische Gefährdungsbeurteilung immer mehr an Bedeutung. Vor allem Führungskräfte müssen sich mit dem Thema der Psychischen Gefährdungsbeurteilung mehr befassen und diese im Sinne der Fürsorgepflicht für Ihre Mitarbeiter effektiver und über die Grenzen der gesetzlichen Anforderungen hinaus umsetzen.



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