Externes Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Wir unterstützen Sie im Aufbau eines schlüssigen und strukturierten Verfahrens für die Wiedereingliederung langzeiterkrankter Mitarbeiter.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein systematisches Verfahren mit dem Ziel, erkrankte Beschäftigte dabei zu unterstützen, bestehende Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz zu erhalten.

Dabei setzen wir sowohl auf die Früherkennung, als auch auf partnerschaftlichen Umgang mit Ihren Mitarbeitern, um die persönliche Leistungsfähigkeit so schnell wie möglich aufzubauen und damit sowohl Lebensqualität, als auch Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen.

 

LEISTUNGSSTUFEN UND MÖGLICHKEITEN IHRES BEM

Die "BEM Standard" Leistungsstufe ist besonders gut geeignet für Unternehmen, welche der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen genügen möchten.

Die "BEM Professional" Leistungsstufe bietet Ihnen die Möglichkeit Mitarbeiter durch unsere Berater effektiv und professionell wiedereinzugliedern.

Das "Präventive Case-Management" ist die Full-Service-Lösung für Ihr Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement. Im Fokus steht hierbei die individuelle Gesundheitsprävention und die Vermeidung von Langzeiterkrankung durch proaktives Handeln.

Leistungen ihres bem

Im Rahmen der Betrieblichen Wiedereingliederung koordinieren wir den gesamten Prozessablauf; beginnend am Einsatztag übernehmen wir die gesamte Organisation, Gesprächsführung, Maßnahmenplanung und Evaluation durchgeführter Maßnahmen.

DokumentatioN Ihres BEM

Als Unternehmen ist eine verfahrenssichere Dokumentation Ihres BEM-Verfahrens für Sie unerlässlich, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. 

Sollte sich, infolge einer Arbeitsunfähigkeit, eine betriebliche Eingliederung als nicht möglich erweisen, ist für Ihre Mitarbeiter eine verfahrenssichere Dokumentation ebenso entscheidend, um Anspruch auf Renten- und Sozialleistungen zu haben.


Unser BEM ist für Sie besonders interessant:

wenn Langzeiterkrankungen in Ihrem Unternehmen vermehrt auftreten

✓ wenn Sie das Leistungsgap zwischen Absentismus und Rückkehr schließen möchten

✓ wenn Sie Mitarbeiter schnell, effektiv und professionell wiedereingliedern möchten


Fordern Sie jetzt Ihr persönliches BEM Angebot an.


Ergänzende Dienstleistungen zu Ihrem BEM



Glossar - Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Anamnese

Der Begriff Anamnese stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „Erinnerung“. Die Anamnese beinhaltet alle relevanten Daten aus der Vorgeschichte eines Individuums. Durch ein Interview oder einen Anamnesebogen werden systematisch Informationen zum aktuellen Gesundheitsstand, der Krankheitsgeschichte, besonderen Restriktionen, Lebensumständen etc. erhoben. Anhand dieser Daten können individuell auf den Patienten zugeschnittene Interventionen geplant werden.


Arbeitsfähigkeit

Eine Arbeitsfähigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer sowohl psychisch, als auch körperlich in der Lage ist, die Aufgaben des Arbeitsplatzes zu bewältigen. Die Arbeitsfähigkeit wird durch den Zustand des Arbeitnehmers und die Anforderungen der Arbeitssituation beeinflusst. 


Arbeitsplatzsituationsanalyse

Eine Arbeitsplatzsituationsanalyse wird durchgeführt, um den Arbeitsplatz bewerten zu können. Sie wird in drei Einzelanalysen unterteilt. Der Aufgaben-, Bedingungs-, und Rollenanalyse. Aus diesen Analysen lassen sich die Anforderungen des Arbeitsplatzes und die dafür nötige Qualifikation ableiten. 


Arbeitstherapie

Durch eine Arbeitstherapie werden Langzeiterkrankte wieder an die Arbeitswelt herangeführt. Dabei wird die Arbeit als therapeutisches Mittel genutzt. Personen mit psychischen oder körperlichen Dispositionen werden schrittweise an die Anforderungen des Arbeitsalltags herangeführt und erlangen dadurch Eigenschaften wie beispielsweise Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und Belastbarkeit. 


Arbeitsunfähigkeit

Eine Arbeitsunfähigkeit (AU) herrscht vor, wenn der Arbeitnehmer seine ursprüngliche Arbeit nicht oder nur unter Gefahr einer Verschlimmerung der Symptome ausführen kann.


BEM-Akte

In der BEM-Akte werden vertrauliche Daten des betroffenen Arbeitnehmers festgehalten. Sie enthält alle relevanten Daten, die während des Betrieblichen Eingliederungsmanagements erhoben wurden. Die BEM-Akte wird getrennt von der Personalakte geführt und besonders gesichert aufbewahrt.


Datenschutz

In Deutschland gilt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Jede Person darf über die Preisgabe und Verwertung persönlicher Daten bestimmen. Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements entscheidet der Arbeitnehmer, ob er persönliche Informationen weitergeben möchte und ob sich Interessenvertreter (Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung) beteiligen. Grundsätzlich gilt für alle, die an dem BEM beteiligt sind, die Schweigepflicht.


Fachkräftemangel

Fachkräfte sind erwerbstätige mit einer akademischen Ausbildung oder einer Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren. Bei einem dauerhaften Ungleichgewicht zwischen Fachkräftenachfrage und Fachkräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt spricht man von einem Fachkräftemangel beziehungsweise Fachkräfteüberschuss. 


Fallbesprechung

Die Fallbesprechung innerhalb des BEM-Teams kann nach dem Erstgespräch erfolgen. An dieser Besprechung nehmen alle Mitglieder des BEM-Teams teil und tragen alle relevanten Informationen zu einem BEM-Fall zusammen. Hierzu gehören unter anderem Situationsanalysen,  ärztliche Gutachten, Einschätzungen des Vorgesetzten und weitere gesundheitsbezogene Daten. 


Hamburger Modell der stufenweisen Wiedereingliederung

Um Arbeitnehmer nach einer Langzeiterkrankung wieder in den Berufsalltag zu integrieren, werden sie nach dem Hamburger Modell stufenweise wieder eingegliedert. Mithilfe eines Arztes und in Übereinstimmung des Arbeitgebers wird ein Eingliederungsplan erstellt. Dabei nimmt die Arbeitskapazität proportional mit dem Genesungsgrad zu. Eine Eingliederung dauert in der Regel zwischen sechs Wochen und sechs Monaten. Während der Integration des Arbeitnehmers in das Berufsleben erhalten betroffene Kranken- oder Übergangsgeld.


Informationsgespräch

Das Informationsgespräch, auch Erstgespräch genannt, dient der Abstimmung aller am BEM beteiligten Parteien. Dem betroffenen Mitarbeiter wird versichert, dass alle persönlichen Informationen vertraulich behandelt und nicht zu seinem Nachteil eingesetzt werden. Durch das Informationsgespräch wird eine Grundlage geschaffen, durch die alle Beteiligten den Umfang und die Relevanz der Maßnahmen abschätzen können.


Interessenvertretung

Im Rahmen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements kann die betroffene Person Interessenvertreter hinzuziehen. Diese stammen aus dem Betriebs-, bzw. Personalrat, oder insbesondere bei Schwerbehinderten aus der Schwerbehindertenvertretung. Der Betriebs-, beziehungsweise Personalrat ist die gewählte Vertretung der Arbeitnehmer in einem Unternehmen/Dienststelle. Die Schwerbehindertenvertretung wird ebenfalls gewählt und vertritt die Schwerbehinderten. Sie fördert die Teilhabe der Schwerbehinderten an dem Unternehmen. Interessenvertretungen sind Vertrauenspersonen, die sich unter anderem für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen und für sie beratend tätig sind.


Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

Insofern ein Arbeitnehmer mindestens sechs Monate ununterbrochen in demselben Unternehmen tätig war und dieses Unternehmen mehr als zehn Mitarbeiter hat, gilt der Kündigungsschutz. Laut § 1 des KSchG gilt eine Kündigung als unwirksam, insofern sie sozial ungerechtfertigt ist. Als sozial ungerechtfertigt gilt eine Kündigung, „wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durchdringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist.“


Krankenrückkehrgespräch

Das Krankenrückkehrgespräch wird zwischen einem Arbeitnehmer und seinem direkten Vorgesetzten geführt. Es findet nach einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers statt. Durch das Krankenrückkehrgespräch sollen betriebliche Ursachen für die Erkrankung erkannt werden. Zudem wird besprochen, ob der Mitarbeiter wieder voll einsatzfähig ist, oder Unterstützung, beziehungsweise eine Einarbeitungsphase benötigt.


Langzeiterkrankung

Nach einer Langzeiterkrankung ist der Arbeitgeber verpflichtet dem Arbeitnehmer eine betriebliche Eingliederungsmaßnahme anzubieten. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen erkrankt ist. Gleiches gilt bei mehreren kurzen Erkrankungen, die in der Summe mehr als sechs Wochen Fehlzeit in einem Jahr zur Folge haben.


Personalakte

In den Personalakten werden alle individuellen Daten der Arbeitnehmer festgehalten, die der Arbeitgeber für relevant hält. Es ist nicht Pflicht eine Personalakte zu führen. Dementsprechend kann der Arbeitgeber entscheiden, welche Daten er in der Personalakte aufnehmen möchte. Allerdings müssen die Daten für das Arbeitsverhältnis relevant, vollständig und wahrheitsgemäß sein. Die Inhalte dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. In der Personalakte kann festgehalten werden, ob ein Arbeitnehmer an einem BEM teilgenommen, oder dieses abgelehnt hat. Die Daten zum BEM werden aber gesondert und besonders gesichert in der BEM-Akte aufbewahrt. 


Präventionsgespräch

Durch ein Präventionsgespräch sollen Maßnahmen ermittelt werden, die eine leistungsfähige und anhaltende Beschäftigung ermöglichen, beziehungsweise fördern. Der Arbeitnehmer wird zum Beispiel nach Leistungseinschränkungen, Arbeitsbedingungen, persönlichen Stärken, Schwächen und Zielen interviewt. Dabei ist es wichtig dem Arbeitnehmer zu vermitteln, dass seine Angaben vertraulich behandelt und seine Äußerungen nicht gegen ihn verwendet werden.


Situationsanalyse

Um eine Betriebliche Eingliederungsmaßnahme planen und steuern zu können, muss zuvor eine Situationsanalyse durchgeführt werden. Durch diese Analyse wird ermittelt, welche Faktoren zu der Erkrankung des Arbeitnehmers führen und welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Gesundheit zu fördern. Dabei ist zu beachten, dass keine Momentaufnahme erstellt wird, sondern es sich um einen fortlaufenden Prozess handelt. Im Rahmen der Situationsanalyse wird das Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes und das Fähigkeitsprofil des Arbeitnehmers miteinander abgeglichen. Ziel ist es diese Faktoren in Übereinstimmung zu bringen.


Telearbeit

Telearbeit ist ein Sammelbegriff für alle Arbeitsformen, bei denen der Arbeitnehmer einen Teil seiner Arbeit außerhalb des Firmengeländes verrichtet. Bei der Teleheimarbeit (Homeoffice) wird die gesamte Arbeit von Zuhause verrichtet. Bei der alternierenden Telearbeit verrichtet der Arbeitnehmer seine Arbeit teils im Unternehmen, teils an seinem Telearbeitsplatz.


Vertraulichkeitsvereinbarung

Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements geben die Betroffenen meist private Informationen preis. Damit sie nicht befürchten müssen, dass diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, unterschreiben alle am BEM beteiligten Personen eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Dadurch unterliegt alles, was im Rahmen des BEM geschieht, der Geheimhaltung.